Die Giersteine, sind eine Gruppe unterschiedlicher Granitblöcke, 160 m steil über der Murg gelegen.
Zwei Blöcke fallen durch Ihre Grösse und Vertiefungen besonders auf. Der grössere Block misst über 13 Meter Umfang. Die Treppe auf dem Felsen wurde etwa 1905 angelegt.Gebilde, wie die Giersteine geben seit Jahrhunderten Anlass zu Spekulationen. Eine Sage erzählt, der Teufel sei auf den Steinen gestanden, als die christlichen Missionare und ihre Gefolgsleute das Tal heraufkamen. Der Teufel habe seinen Bannkreis verteidigen wollen, und weil ihm dies nicht gelang, hat er in seiner Wut mit seinen Krallen tiefe Risse in die Granitkugeln gerissen. Dann rückte er ab.
Eine andere Geschichte sagt, dass der Teufel auf dem grossen Felsen Supppe kochte. Diese kochte über und hat die Rillen im Fels verursacht.
 

Bild Nr.giersteine0001 Eine gemeisselte Treppe führt hinauf...      

Bei den Steinen ansässige Heidenpriester hätten vor Jahrtausenden ihren Göttern Tiere geopfert. Die Rillen am Felsen sollen Blutrillen der Tieropfer auf dem Felsblock sein, das erzählt eine andere Sage von den Felsblöcken. Die Kesselauswaschungen auf dem grossen Block sind gedeutet als seitlich liegendes Tier.
Oder die Giersteine seien keltische Opferstätten oder eine germanische Kultstätte. Alle Opfersteintheorien blieben jedoch bis heute jeden ernsthaften Beweis schuldig.Ab 1960 gibt es viele weiteren Thesen, z.B. als Kultstätte einer Sonnenreligion, oder ein Koordinatenplatz einer Sonnenwendstation.
 

Die Lage der Steine auf dem Geländekamm über der Murg brachte die Forscher-Feststellung, dass hier vor Jahrtausenden das Murgbett gewesen sein könnte und diese Steingruppe ein Überbleibsel aus dem einstigen Flussbett sei. Es gibt viele Aussagen über das Entstehen der Steine und ihrer Form.Eine klare Deutung über die wundersamen Felsen vor dem Höllenwäldele ist aber noch nicht gegeben worden.
Die Theorie, dass es sich um das ehemalige Murgbett handeln muss, scheint mir am ehesten zuzutreffen. Weit unten sieht man die Murg in einer grossen Schleife liegen. Später werden das wohl bestimmt auch Opfersteine gewesen sein, die Rillen im Stein sind aber auf verschiedene Verwitterungsprozesse zurückzuführen.
Der Name "Gierstein" stammt vermutlich von "Kirren" (Kirchenweg nach Forbach), so heisst heute noch die Bergkuppe zwischen den Giersteinen und Forbach, oder von "gier" = Geier. Dieser Name ist im Schwarzwald sehr oft vertreten. Oder die alllererste Nennung, 1720 gefunden, mit "Irrsteine".
Seit 1936 stehen die Giersteine unter Denkmalschutz. Quelle : Hinnweistafel an den Steinen.

Bild Nr.giersteine 0002   weit reicht der Blick über die Höhen des Schwarzwaldes...      

Bild Nr.giersteine 0003   Beeindruckt von der Grösse...      

Bild Nr.giersteine 0004 Die Sagenumwobenen Auswaschungen...      

Bild Nr.giersteine 0005   Hier hat der Teufel seine Suppe gekocht...      

Bild Nr.giersteine 0006   Die Steingruppe...      

Bild Nr.giersteine 0007   Markante Rillen im Stein...      

 

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